22 | 02 | 2012
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Tipps

Weihnachtszeit

Adventskranz
• Den Adventskranz immer auf eine feste, nicht brennbare Unterlage (z.B. Porzellanteller) stellen und regelmäßig mit Wasser besprühen, um ein Austrocknen der Zweige zu verhindern.
• Die Kerzen so befestigen, dass sie nicht umfallen können.
• Die Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen lassen.
• Den Adventskranz nicht unter tiefhängenden Lampen o. ä. stellen.

Weihnachtsbaum
• Am besten "lebende" Weihnachtsbäume im Topf verwenden.
• Geschlagene Weihnachtsbäume erst kurz vor dem Fest kaufen, bzw. erst kurz vor dem Fest in die Wohnung bringen. Den Baum möglichst lange im Freien stehen lassen, um das Austrocknen zu verhindern (Schnittende im Wasser).
• Nur standsichere, mit Wasser gefüllte Weihnachtsbaumständer verwenden.
• Den Baum im Sicherheitsabstand (mind. 50 cm) von brennbaren Gegenständen und Heizkörpern aufstellen.
• Den Weihnachtsbaum so aufstellen, dass im Falle eines Brandes das Verlassen des Raumes ungehindert möglich ist (also nicht unmittelbar neben der Zimmertür).
• Bei der Benutzung von elektrischer Beleuchtung nur solche verwenden, die das "VDE"- Zeichen tragen.

Echte Kerzen
• Brennende Wachskerzen nicht unbeaufsichtigt lassen.
• Genügend Löschmittel bereitstellen (gefüllter Wassereimer, mit Wasser oder Schaum gefüllter Feuerlöscher).
• Bei brennenden Kerzen Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen.
• Die Kerzen gerade und nicht unmittelbar unter einem Ast oder Baumschmuck aufstecken (Mindestabstand 30 cm).
• Die Kerzen von oben nach unten anzünden, von unten nach oben löschen.
• Abgebrannte Kerzen rechtzeitig durch neue ersetzen.
• Bei ausgetrockneten, dürren Bäumen und Adventskränzen Kerzen nicht mehr anzünden, Gesteck bzw. Baum entsorgen.

Grillen

Gefahrloses Grillvergnügen

Im Sommer ist das Grillen im Garten und in der Natur für viele ein großes Vergnügen. Damit es ein solches bleibt, rät Ihre Feuerwehr dazu, einige grundlegenden Regeln zu beachten.

Achten Sie unbedingt darauf, dass ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt wird. Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von anderen brennbaren Stoffen. Bei Grillplätzen in Waldnähe stets darauf achten, dass die Glut nicht vom Wind verweht wird.

Im Hochsommer besteht oftmals akute Waldbrandgefahr.

Benutzen Sie nur geeignete Zündhilfen wie Grillanzünder, Trockenspiritus oder Pasten. Nehmen Sie niemals Brennspiritus oder Benzin. Diese Flüssigkeiten verdunsten bereits bei Umgebungstemparatur. Dabei kann es blitzartig zu Durchzündungen und somit zu schwersten Verbrennungen kommen. Tropft Fett in die Grillkohle, so kann sich diese entzünden.

Deshalb für alle Fälle Löschmittel, z.B. einen Eimer mit Wasser oder den Autofeuerlöscher, bereithalten.

Angenehm ist das Grillen mit einem Gasgrill. Hier sollte beachtet werden, daß alle Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch zum Grill nicht der Hitze ausgesetzt ist. Auch sollte nie in einem Raum gegrillt werden, der keine Zu- oder Abluftmöglichkeiten hat. Hier besteht Vergiftungs- oder Erstickungsgefahr.

Grillkohle sollte nach dem Grillen erst dann entsorgt werden, wenn sie total abgekühlt ist und selbst dann sollten die Reste nicht in Plastikbehälter oder Kartons eingefüllt werden. Geeignet ist hier ein Blecheimer. Wer dazu keine Zeit hat, sollte die Glutreste unbedingt sorgfältig ablöschen und falls möglich vergraben.

Verhalten im Brandfall

RUHE BEWAHREN

1. Menschen retten:


Brände an Personen mit Decken oder durch Wälzen auf dem Boden löschen (Löschdecke).


2. Feuer melden

Über Feuermeldeeinrichtungen oder
Über Feuermeldeeinrichtungen oder
112 anrufen über Telefon
Die Meldung:
WER meldet?
WAS brennt?
WO liegt der Brandort?
WIE ist die Situation?
WARTEN auf Rückfragen !

3. Brand bekämpfen

Eigene Löschmaßnahmen nur dann ergreifen, wenn keine unmittelbare Gefahr für das eigene Leben besteht.

Vorsicht vor Rauchgasen - Vergiftungs- und Erstickungsgefahr!

Brand eingrenzen - Fenster und Türen schließen.

Elektrische Anlagen abschalten - Gashähne schließen.


4. Gefahrraum verlassen


Fluchtwege nutzen
Keine Aufzüge benutzen (Stromausfall)

Behinderten helfen

Anfahrtswege für die Feuerwehr freihalten - Feuerwehr einweisen.

Feuerlöscher

 

Obwohl Feuerlöscher nach den heute gültigen öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften für Privathaushalte grundsätzlich nicht mehr vorgeschrieben sind, sollte in jedem Haushalt ein funktionsfähiger Löscher vorhanden sein. Mit einem Feuerlöscher lassen sich Brände im Entstehungsstadium wirksam bekämpfen und so die Brandausbreitung und Großschäden verhindern.


Welche Löscher soll man einsetzen?
Löschmittel unterscheiden sich durch die Art des Löschmittels, das sie enthalten. Ein falsches Löschmittel kann einen Brand schlagartig um ein Vielfaches vergrößern. Löschen Sie beispielsweise einen Fettbrand niemals mit Wasser!
Die Brandklasseneinteilung hilft bei der Auswahl des richtigen Löschmittels.

Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, mit Glutbildung
z. B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen
z. B. Benzin, Öle, Fette, Harze, Teer, Wachse, Alkohole, Kunststoffe

Brände von Gasen
z. B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Stadtgas

Brände von Metallen
z. B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium, Kalium oder deren Legierungen

Feuerlöscher enthalten oft Löschmittel, die für mehrere Brandklassen gleichzeitig geeignet sind. Für Privathaushalte empfiehlt sich der Einsatz von ABC-Pulverlöschern und von Wasser-, bez. Schaumlöschern.

Zum richtigen und sicheren Einsatz von Handfeuerlöschern gehört auch das Einhalten von

Sicherheitsabständen
Speziell bei elektrischen Anlagen besteht eine erhebliche Gefahr, wenn Sie mit einem Löschmittel hantieren, das den Strom so gut leitet wie Wasser. Hier sollten nur Pulver oder Kohlendioxidlöscher eingesetzt werden, die sich meistens auch in der Nähe solcher Anlagen befinden.

Eine normale Schuko-Steckdose führt einen Spannung von 230 Volt, Drehstromsteckdosen, für Großgeräte arbeiten mit 380 Volt.
Bei Anlagen mit bis zu 1000 Volt Spannung müssen folgende Sicherheitsabstände eingehalten werden:

Abstände zu elektrischen Anlagen

Löschmittel Wasserlöscher Schaumlöscher Pulverlöscher Kohlendioxidlöscher
geeignet für Brandklasse A A + B A, B und C
oder B und C
B
Mindestabstand 3 Meter 3 Meter 1 Meter 1 Meter

Handhabung der Feuerlöscher

• Den Feuerlöscher von der (Wand) Halterung nehmen und zum Feuer gehen.
• Den Feuerlöscher gemäß der dauerhaft angebrachten Bedienungsanleitung betriebsbereit machen.
• Vom Feuer etwas Abstand behalten, damit das Löschmittel seine volle Wirkung entfalten kann.

Löschpistole mehrfach kurz betätigen, weil die Löschdauer des Feuerlöschers auf ca. 9 Sekunden begrenzt ist.

Rettungswege

Freihalten von Rettungswegen


 

Erfahrungen zeigen, die Not ist plötzlich groß plötzlich die Not, wenn Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege blockiert sind. Wertvolle Minuten gehen verloren, wenn meist schweres Rettungsgerät weit getragen werden muss. Diese Zeit kann unter Umständen Menschenleben kosten.

Deshalb sollte Ihr Fahrzeug nie, d.h. auch nicht für kurze Zeit in Bereichen abgestellt werden, die als Brandschutzone, Feuerwehrzufahrt oder -fläche gekennzeichnet sind. Denn solche Bereiche dienen als Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge welche einen großen Aktionsradius benötigen, um wirksam eingesetzt werden zu können.
Parken Sie immer so, dass eine Mindestdurchfahrtsbreite von 3 m für die Einsatzfahrzeuge freibleibt und halten Sie Hydranten an Straßen- und Bürgersteigen frei, da diese für die Feuerwehr oft die einzige Entnahmestelle für Löschwasser darstellen.

Gebäude, die weiter von öffentlichen Straßen entfernt liegen, können von der Feuerwehr nicht angefahren werden. Hier müssen oft längere Strecken zu Fuß mit schwerem Einsatzgerät zurückgelegt werden. Daher müssen solche Zugänge eine Breite von 1,25 m und Türbreiten von 1 m haben. Diese Wege dürfen also nicht als Abstellfläche genutzt werden.

Halten Sie bei einem Unglücksfall genügend Sicherheitsabstand zu den Lösch- und Rettungsmannschaften. Behindern Sie deren Arbeit nicht.

Hier appelliert Ihre Feuerwehr an Ihr Verantwortungsbewusstsein. Man hilft dabei aber auch sich selber, da nur durch genügend Sicherheitsabstand eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden kann.

Beachten Sie unbedingt die Anweisungen von den Feuerwehrbeamten, denn gerade bei Großbränden gibt es oft auch unsichtbare Gefahren durch giftige Dämpfe und Brandrauch.

Fernseher

Gefahr bei Dauereinsatz des Fernsehers

Kaum ein anderes elektrisches Gerät ist so oft im Dauereinsatz wie der Fernsehapparat. Beim stundenlangen Zuschauen denken die Wenigsten an die starke Erwärmung des Gerätes. Um eine Überhitzung und ihre Gefahren zu vermeiden, rät die Feuerwehr dazu ein paar Grundregeln zu beachten.

• Das Gerät sollte möglichst frei stehen, wobei mindestens 10 cm Abstand von einer Wand sein sollten, um die Betriebswärme abführen zu können
• Ist das Gerät in eine Schrankwand integriert, so ist die Be- und Entlüftung um so wichtiger. Hier sollten auf jeden Fall diese Lüftungsöffnungen frei sein und nicht z.B. durch Zeitschriften bedeckt sein

Nach Ausschalten des Gerätes sollten nicht sofort die Türen geschlossen werden, sonst kann die vorhandene Restwärme nicht entweichen und heizt den gesamten Schrank auf.

Ist das Fernsehgerät eingeschaltet, sollte es nie unbeaufsichtigt bleiben. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt sich, das Gerät über den Hauptschalter auszuschalten, die Bereitschaftsschaltung (stand by) also zu deaktivieren.

• Bei der Gefahr eines Gewitters sowohl den Antennen- als auch den Netzstecker herauszuziehen.

• Bei ungewöhnlichen Bildstörungen oder gar Brandgeruch sollte der Fernseher sofort abgeschaltet und der Stecker herausgezogen werden.

Sollte der Fernseher dennoch einmal brennen, sollte Sie in diesem Fall sofort das Gerät abschalten und den Netzstecker herausziehen. Dann die Feuerwehr, Notruf: 112 alarmieren. Danach die Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke, keinesfalls mit einer Kunstfaserdecke abdecken, um den Brand zu ersticken. Bei allen Löschversuchen sollten die Personen nur seitlich des Gerätes stehen, da in solchen Fällen stets die Gefahr einer Implosion der Bildröhre besteht. Durch die dabei herausgeschleuderten Glassplitter kann es zu empfindlichen Verletzungen kommen.

Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben.

Täglich verunglücken in Deutschland durchschnittlich zwei Menschen tödlich durch ein Feuer, meistens in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit davon stirbt an einer Rauchvergiftung und zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller als Feuer – und lautloser. Daher können Rauchmelder eine gewisse Sicherheit geben.

Ihre Feuerwehr empfiehlt die Installation von Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden. Die Rauchmelder sind vorzugsweise vor den Schlafräumen, in den Fluren, Treppenräumen und Kinderzimmern zu installieren.

In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, so dass ein Keller- oder Dachbodenbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.

Worauf Sie beim Kauf eines Rauchmelders achten sollten:
• Verwenden Sie ausschließlich foto-optische Rauchmelder.
• Nur geprüfte Geräte, die das Prüfzeichen VDS oder GS (CE-Zeichen) aufweisen, garantieren einen wirksamen Schutz.
• Empfehlenswert sind batteriebetriebene Rauchmelder – sie bleiben auch bei einem Ausfall der Stromversorgung funktionsfähig. Eine entladene Batterie wird akustisch angezeigt.
• Die Geräte sollten über einen Testknopf verfügen.
• Die Geräte sollten die Möglichkeit einer Vernetzung bieten.

Die Rauchmelder sind in Warenhäusern, Baumärkten, über den Versandhandel und natürlich im Fachhandel, z.B. für Brandschutz und Sicherheitstechnik, zu beziehen.

Elementarereignisse

 

So können Sie Elementarereignissen vorbeugen

Wenn Sturmwind und Hagel drohen, dann:
• Fenster und Türen schliessen.
• Rolläden, Lamellen- und Sonnenstoren einziehen.


Wenn die Gefahr von Überschwemmungen besteht:
• Rechtzeitig Sandsäcke, Plastikfolien und Bretter für behelfsmässige Stau- und Ableitungsmassnahmen bereitstellen.
• Umgebung und Terrain vom Gebäude weg abfallend gestalten.
• Kanalisation mit Rückstauklappe versehen.


Bitte kontrollieren Sie regelmässig die Umgebung Ihres Gebäudes:
• Geländeverformungen und -anrisse, Hangdruck und Oberflächenwasser sind erste Anzeichen für Gefährdungen.
• Bachbett von Geschiebeablagerungen und Schwemmholz reinigen.
• Hohe Bäume sind zwar schön; in der Nähe von Gebäuden stellen sie jedoch eine erhebliche Gefahr dar.


Bitte führen Sie regelmässig Unterhaltsarbeiten durch:
• Dachrinnen, Abläufe, Bodenrinnen, Schächte usw. von Laub und Schmutz reinigen.
• Sickerleitungen und Kanalisationen gut durchspülen.

Kinder

 

Dass Kinder aus Neugier und Unwissenheit Erfahrungen sammeln, ist völlig normal. Auch kindliches Interesse an brennenden Phänomenen und daraus folgende Lust zu zündeln, ist völlig normal. Doch entstehen aus normalkindlichem »Feuerneugierspiel« leider immer noch immense Personen- und Sachschäden. Wie würde unsere Gesellschaft urteilen, wenn sie erführe, dass mit dem vom Auto überfahrenen Kind niemals vorher geübt worden war, welche Strategien beim Überqueren einer Straße die lebenserhaltenden sind?



Kindern ist diese Gefahr nicht bewusst. Eltern sollten ihren Kindern unter Aufsicht und alters angemessen den richtigen Umgang mit Streichhölzern, Kerzen und Feuerzeugen beibringen. Nur so kann die notwendige Vorsicht gegenüber solchen gefährlichen Gegenständen oder Situationen rechtzeitig erlernt werden.
Diese spielerisch erworbene Vorsicht ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Brände jeder Art.

Streichhölzer und Feuerzeuge sollten nie achtlos herumliegen, sondern so aufbewahrt sein, dass die Kleinen nicht drankommen. Auch sollte man Kinder nie zum Einkaufen von Zündhölzern schicken oder sie bei offenem Licht und Feuer unbeaufsichtigt lassen. So vermeiden Eltern, Großeltern oder Freunde die teilweise schlimmen Folgen, die das kindliche Spiel mit dem Feuer haben kann.

Allgemein

• Rauchen Sie niemals im Bett.

• Lassen Sie offenes Feuer (Kerzen) niemals unbeaufsichtigt und achten Sie auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialien.

• Brennende Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage stellen.

• Der erste Rettungsweg ist der Treppenraum. Achten Sie darauf, dass dieser nicht durch brennbare oder sperrige Gegenstände (Schränke, Fahrräder, Kinderwagen, etc.) blockiert wird. Lagern Sie kein Altpapier oder Wertstoffsäcke unter der Treppe.

• Brand- und Rauchschutztüren sollen die Ausbreitung von Feuer und Rauch eingrenzen. Verkeilen Sie diese nicht und lassen Sie die Türen stets geschlossen.

• Löschen Sie niemals brennendes Fett mit Wasser. Decken Sie die Pfanne mit einem Deckel ab.

• Achten Sie auf Feuerwehrzufahrten. Diese dürfen nicht zugeparkt werden.
Sollte es doch zu einem Brand kommen, beachten Sie die Information „Verhalten im Brandfall“

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Feuerwehrfest
14-16 Juni 2013